Ein Leipziger Avanturier

Band 4 – "Robert Kraft — gesammelte Romane und Novellen"
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Die Abgottschlange u.a.
2004
nicht mehr lieferbar
347 Seiten, Größe: 8°

Typisch für das ausgehende 19te Jahrhundert, wo alle Leser ihre Informationen über Zeitungen und Zeitschriften bezogen, waren ständige pseudowissenschaftliche Berichte und Sensationsmeldungen über riesenhafte Lebewesen wie z.B. Meeresungeheuer und mörderische Bestien. Kraken welche Schiffe hinunterzogen oder Seeschlangen welche einen besonderen Appetit entwickelten und gleich ganze Schiffe verschlangen. Ständig mordeten Riesenaffen Forscher, blutrünstige und frauenraubende Riesengorillas wurden den gutgläubigen Lesern ins aufgerissene Maul als journalistische Enten geschoben.
So wundert es wenig wenn auch Robert Kraft sich in schriftstellerischer Freiheit einer riesigen Abgottschlange zur Unterhaltung seiner Leser bediente.

Kurzinhalt (Die Abgottschlange):
Lady Mabel Morgan, eine Varietekünstlerin und Akrobatin fasziniert Abend für Abend die Gäste des Varietes mit ihrer meisterhaften Darstellung einer Abgottschlange. Leutnant Walter von Platen verfällt ihr und hat nichts anderes mehr im Sinn als sie zu heiraten.
Magda, die Tochter von Walters Onkel, dem Forscher Professor Dr. Hellmut von Hochstätt, einer Fachgröße auf dem Gebiete der Völkermythologie, liebt diesen.
Der listige Professor erreicht es daß der Leutnant sich auf eine Expedition zum Tsadsee aufmacht, Ziel ist es den Tempel der Abgottschlange zu suchen und die eingeborenen Schlangenanbeter aufzusuchen.
Der Professor stirbt vor Antritt von Walters Reise, beschwört aber seine Tochter Magda noch auf dem Totenbett nicht von Walter zu lassen und sich ebenfalls zum Tsadsee zu begeben.
Lady Mabel kocht vor Wut, Intrigen und Giftanschläge folgen.
Die spannende Erzählung kommt zum dramaturgischen, grauenhaften Höhepunkt und wir erfahren warum die Abgottschlange so riesig sein mußte.

Enthält auch die Kurzgeschichten
Nur eine Negerin
Das Totenschiff
Ein Abenteuer in den deutschen Kolonien

In der Kolonie
Ein stummes Opfer